Offshore-Windpark Egmond aan Zee
Der Windpark Egmond aan Zee war der erste große Windpark, der in der Nordsee vor der niederländischen Küste gebaut werde. Der Windpark besteht aus 36 Windmühlen mit einer Stromenergieleistung von jeweils 3 MW. Alle Windmühlen zusammen produzieren soviel nachhaltigen Strom, dass mehr als 100.000 Haushalte damit versorgt werden können. Dies ist mit einer Gemeinde wie Eindhoven vergleichbar.
Der Windpark liegt 10 bis 18 Kilometer meereinwärts ab der Küste bei Egmond aan Zee. Der Windpark nimmt eine Gesamtfläche von ungefähr 27 km2 ein. Bei guter Sicht ist der Windpark von Strand aus zu sehen.
Durch den Bau dieses Windparks im Meer wird zu der Erhaltung der Energieversorgung beigetragen. Die in diesem Projekt erworbenen Fachkenntnisse und Erfahrungen werden bei der zukünftigen Entwicklung von Windenergie als nachhaltige Energiequelle eingesetzt.
Das Wirtschaftsministerium hat den Windpark auch deutlich als ein Demonstrationsprojekt bezeichnet, was die gesellschaftliche Bedeutung der Erhaltung von Energieversorgung betont.

Denn die Nachfrage nach Energie nimmt ständig zu und es wird immer deutlicher, dass es erforderlich ist, neue Energiequellen hinzuzuziehen. Nur können wir zur Zeit noch nicht mit Sicherheit feststellen, welche Quellen dieses in Zukunft sein werden. Windenergie ist attraktiv, da Wind reichhaltig vorhanden ist und Windenergie im Offshore-Verfahren grundsätzlich in großem Umfang produziert werden kann. Wichtige Erfolgsfaktoren hierbei sind die Fragen, inwieweit der Windpark sicher gebaut und unterhalten werden kann und wie die Kosten für neue Projekte gesenkt werden können.
Mit dem Projekt ist eine Investition in Höhe von ungefähr 200 Mio. Euro verbunden. Die niederländische Regierung unterstützt das Projekt auf dreierlei Weise: über die MEP-Regelung (Milieukwaliteit ElektriciteitsProductie, Umweltqualitätsstromerzeugung) und eine Investitionssubvention gemäß des Planes des niederländischen Wirtschaftsministeriums zur Reduzierung von CO2. Und drittens wird noch die steuerbezogene EIA-Regelung (Energie Investerings Aftrek, Steuerabzug bei Energieinvestition) angewendet.
Entstehungsgeschichte
2001 hat die Regierung ein Verfahren zur Angebotserstellung gestartet, auf das Shell und Nuon unter dem Namen NoordzeeWind gemeinsam ihre Pläne eingereicht haben. Im Frühjahr 2002 wurde NoordzeeWind als Gewinner ausgewählt, und im Juli dieses Jahres hat NoordzeeWind einen Konzessionsvertrag mit der Regierung für die Umsetzung des Windparks unterzeichnet.
In den darauffolgenden Jahren wurde der Windpark weiter entwickelt. Hierbei wurden die erforderlichen Genehmigungen erworben, und es wurden Bodenuntersuchungen und Windmessungen durchgeführt. Ende Mai 2005 haben Shell und Nuon die Endverträge für die gemeinsame Umsetzung des Offshore-Windparks Egmond aan Zee unterzeichnet.
Im Jahr 2006 ist der Offshore-Windpark gebaut und anschließend verwendet.