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2012 Offshore Wind and Ecology Congress

October 11 & 12
Westergasfabriek
Amsterdam

Learn the latest on ecological effects of offshore wind farms!

  • Get the latest scientific knowledge on ecological effects of the Offshore Wind farm Egmond aan Zee
  • Meet and interact with international scientific experts, offshore wind industry, government, ngo's and agencies
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Fledermäuse in niederländischen Off-Shore-Windparks gesichtet

In zwei Off-Shore-Windparks auf dem niederländischen Festlandsockel in der Nordsee konnte erstmals die Existenz von Fledermäusen bestätigt werden:...

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„Windpark – Schlaraffenland für Kormorane“

Erster niederländischer Windpark in der Nordsee feiert fünfjähriges Bestehen IJmuiden, den 19. April 2012. Jährlich erzeugen sie Strom für mehr als...

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Ruige dwergvleermuis - René Janssen-4533 (3)

In zwei Off-Shore-Windparks auf dem niederländischen Festlandsockel in der Nordsee konnte erstmals die Existenz von Fledermäusen bestätigt werden: im Off-Shore-Windpark Egmond aan Zee (OWZ) und im Windpark Princess Amalia (PAWP).

Bei den gesichteten Arten handelt es sich um die Rauhhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) (siehe Foto, Copyright René Janssen) und den Große Abendsegler (Nyctalus noctula). Beide Arten sind dafür bekannt während ihrer Wanderung lange Strecken zurückzulegen. Daher könnten die Beobachtungen ein Anzeichen für wandernde Fledermäuse sein. Es könnte sich dabei jedoch auch um eine einheimische Population handeln, die sich zwischen dem Festland und einer Futterquelle bewegt. Es gibt keine Anzeichen, die darauf hinweisen, dass die Fledermäuse in den Windparks leben. Eine Folgestudie wurde bereits eingeleitet, um Informationen zu sammeln, wie die Fledermäuse die Off-Shore-Windparks nutzen.

Im Herbst 2012 wurde eine Pilotstudie von der Fieldwork Company und IMARES Wageningen UR in Zusammenarbeit mit den beiden Windparks durchgeführt. Anlass der Studie ist eine schwedische Forschung, die die Existenz von Fledermäusen in einem Off-Shore-Windpark in der Ostsee bestätigt: die Tiere wurden auf Bohrinseln und Schiffen vorgefunden. Beobachter sichteten die Fledermäuse regelmäßig an der Küste in Richtung Land fliegend.

Ultraschallaufnahmegeräte

Um das Vorkommen von Fledermäusen in niederländischen Off-Shore-Windparks zu belegen, wurde zwischen Ende August und Ende Oktober 2012 eine Studie auf Basis von Ultraschallaufnahmen durchgeführt. Die Aufnahmegeräte registrieren die Ultraschalllaute, die Fledermäuse während des Flugs und der Nahrungssuche ausstoßen. Die meisten Fledermausarten zeichnen sich durch artentypische Signale aus. Die Studie bestätigte das Vorkommen in beiden Off-Shore-Windparks. Eine Gesamtzahl von 189 Rufsequenzen wurde im Off-Shore-Windpark Egmond aan Zee registriert (29. August bis 20. Oktober). Im Windpark Princess Amalia konnten 25 Sequenzen aufgezeichnet werden (4. bis 23. September). Von diesen Sequenzenwurden 98% von der Rauhhautfledermaus und 2% vom Großen Abendsegler gesendet. Die Fledermausaktivität war am höchsten Anfang September.

Künftige Forschung

Die Studie hat gezeigt, dass Fledermäuse niederländische Off-Shore-Windparks anfliegen. Es ist sehr wenig über die Wanderungsrouten im Nordseegebiet oder die Nutzung von Off-Shore-Windparks als Futterquelle bekannt. Da Fledermäuse eine geschützte Art darstellen, ist es wichtig weitere Forschung anzustellen, so dass das Vorkommen von Fledermäusen auf der See berücksichtig werden kann. Folgeuntersuchungen sind der erste Schritt zu diesem Ziel.

Erster niederländischer Windpark in der Nordsee feiert fünfjähriges Bestehen

IJmuiden, den 19. April 2012.

Jährlich erzeugen sie Strom für mehr als 100.000 Haushalte; – die 36 Windenergieanlagen vor der Küste bei Egmond aan Zee.  Die modernen Windmühlen bilden zusammen den ersten niederländischen Offshore-Windpark (Offshore-Windpark Egmond aan Zee, OWEZ).  Am 19. April feiert der OWEZ sein fünfjähriges Bestehen.  Einer der ungewöhnlichsten Festteilnehmer:  der Kormoran.

Der Park liegt rund zehn bis achtzehn Kilometer von der Küste und hat eine Oberfläche von ungefähr 27 Quadratkilometern.  Der Eigentümer ist NoordzeeWind, ein Unternehmen, der jeweils zur Hälfte Nuon und Shell gehört.  Die Windkraftanlagen erzeugen jährlich rund 370 Millionen Kilowattstunden (kWh) Elektrizität, vergleichbar mit dem Stromverbrauch von mehr als 100.000 Haushalten. Das wäre zum Beispiel genug für alle Einwohner des nördlichen Teils der Provinz Nordholland.

 Wissenschaftliches Forschungsprogramm

Der Offshore-Windpark Egmond aan Zee wurde 2006 gebaut.  Die offizielle Eröffnung fand ein Jahr später statt.  Mit dem Park ist ein wissenschaftliches Forschungsprogramm verbunden.  Forscher von unter anderem ECN, KEMA, NIOZ, IMARES und Bureau Waardenburg untersuchen die Technik und die Umgebung des Parks.  Die technische Untersuchung konzentriert sich zum Beispiel auf die Frage, wie die Windkraftanlagen während der gesamten Lebensdauer optimal funktionieren können.  Eines der Ergebnisse lautet, dass für eine optimale Leistung eine proaktive Wartungsstrategie notwendig ist.  Unter anderem deswegen drehten sich die Windkraftwerke 2011 beinahe 96 Prozent der gesamten Zeit störungsfrei.

Geschützte Vogelart

Ein Ergebnis der Umgebungsuntersuchung – die sich unter anderem auf die ökologischen Auswirkungen konzentriert – ist, dass die meisten Seevögel den Park meiden.  Sie fliegen vorzugsweise darum herum.  Vögel, die in den Windpark kommen, wissen den Windkraftanlagen meistens gut auszuweichen.  Positiv ist, dass dadurch sehr wenige Vögel von den Rotorblättern getroffen werden; nicht mehr als ein hundertstel Prozent aller Vögel, die den Windpark passieren.  Ein amüsantes Beispiel aus der Untersuchung: aus den Zählungen und Messungen der Forscher geht zum Beispiel hervor, dass der Kormoran auf den Windpark Egmond aan Zee ganz versessen ist.  Sowohl in den Sommer- als auch den Wintermonaten ist der Windpark sein zweites Zuhause.  Das ist bemerkenswert, denn diese Vogelart hält sich normalerweise nicht so weit von der Küste auf.  Der Kormoran ist eine geschützte Vogelart.  Er kommt häufig in Küstengebieten vor und lebt von Fisch;  täglich verzehrt er ungefähr ein halbes Kilo.

 Schlaraffenland

Im Windpark gibt es Fisch im Überfluss.  Für die Kormorane ist dort viel Nahrung erhältlich.  An die Türme der Windkraftanlagen heften sich laut Studien zum Beispiel Algen, Anemonen, Seesterne und Muscheln.  Das zieht wiederum Würmer, kleine Krabben, Schalentiere und Garnelen an.  Und sie alle locken natürlich wieder Fische an.  Fische, die von der Fischerei nicht gefangen werden, weil es in einem Radius von 500 Meter von der Außenseite des Windparks aus Sicherheitsgründen für sie „Zugang verboten“ heißt.  Kombinieren Sie dies alles mit 36 Windkraftanlagen und einem Messturm, um das Federkleid zu trocknen, und der Befund ist eindeutig:  für den Kormoran ist der Windpark eine Art Schlaraffenland.

 Noch mindestens fünfzehn Jahre Laufzeit

VomParklaufen drei Stromkabel zum Ufer.  An jedem Kabel sind zwölf Windkraftanlagen angeschlossen.  NoordzeeWind erwartet, dass der Park noch mindestens fünfzehn Jahre in Betrieb sein wird.

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